Wismarer Herzforum schafft Grundlagen für einen bundesweiten Qualitätsstandard
Wismar. Mit einem kraftvollen Signal für mehr Herzsicherheit in Deutschland ist das erste Wismar Herzforum zu Ende gegangen. Drei Tage lang diskutierten unter der Schirmherrschaft von Gesundheitsministerin Stefanie Drese (MV) führende Expertinnen und Experten aus Medizin, Wissenschaft, Kommunalpolitik, Wirtschaft und Rettungswesen über Wege zu einer messbaren, vergleichbaren und alltagstauglichen Herzsicherheit – erstmals interdisziplinär gebündelt an einem Ort. Auf den Folgeveranstaltungen des durch den Regionalen Planungsverband Westmecklenburg geförderte Wismar Herzforum soll der Grundstein für ein das geplantes Zertifizierungssystem „Herzsichere Kommune / Organisation“. Initiiert und organisiert wurde die dreitägige Veranstaltung vom Verein Definetz e.V..
Ein Flickenteppich wird zum System – Herzsicherheit bekommt Kriterien
Herzsicherheit ist bislang ein uneinheitlicher Begriff. Das Herzforum macht Schluss mit der Unschärfe: In der Abschlusserklärung definieren die Teilnehmenden erstmals drei zentrale Bereiche, die künftig messbar werden sollen:
- Medizin: Rettungskette, Ersthelfer, Defibrillator-Zugang, Datenqualität
- Gesundheit: Prävention, Risikoerkennung, Nachsorge, betriebliche Gesundheitsförderung
- Struktur: Kommunale Rahmen, Netzwerke, Kooperationen, politische Unterstützung
Gemeinsam bilden sie die Grundlage für ein bundesweit anschlussfähiges Bewertungs- und Zertifizierungssystem.
Hochrangige Expertise – klare Botschaften
Zu den Kernaussagen der Rednerinnen und Redner gehören u. a. Prof. Dr. Bernd Böttiger,. Der vMit einem kraftvollen Signal für mehr Herzsicherheit in Deutschland ist das erste Wismar Herzforum zu Ende gegangen. Drei Tage lang diskutierten führende Expertinnen und Experten aus Medizin, Wissenschaft, Kommunalpolitik, Wirtschaft und Rettungswesen über Wege zu einer messbaren, vergleichbaren und alltagstauglichen Herzsicherheit – erstmals interdisziplinär gebündelt an einem Ort. Auf den Folgeseiten werden die Beiträge der Referentinnen und Referenten zusammenführt und die gemeinsam verabschiedete Abschlusserklärung dokumentiert. Sie bildet den Grundstein für die Folgeveranstaltung und damit für das geplante Zertifizierungssystem „Herzsichere Kommune / Organisation“.
Ein Flickenteppich wird zum System – Herzsicherheit bekommt Kriterien
Herzsicherheit ist bislang ein uneinheitlicher Begriff. Das Herzforum macht Schluss mit der Unschärfe: In der Abschlusserklärung definieren die Teilnehmenden erstmals drei zentrale Bereiche, die künftig messbar werden sollen:
- Medizin: Rettungskette, Ersthelfer, Defibrillator-Zugang, Datenqualität
- Gesundheit: Prävention, Risikoerkennung, Nachsorge, betriebliche Gesundheitsförderung
- Struktur: Kommunale Rahmen, Netzwerke, Kooperationen, politische Unterstützung
Gemeinsam bilden sie die Grundlage für ein bundesweit anschlussfähiges Bewertungs- und Zertifizierungssystem.
Hochrangige Expertise – klare Botschaften
Zu den Kernaussagen der Rednerinnen und Redner gehören u. a. Prof. Dr. Bernd Böttiger,. Der Notfallmediziner und ERC-Mitglied betont die entscheidenden ersten drei bis fünf Minuten. Jede Verzögerung koste Menschenleben – und die Laienreanimation sei der stärkste Hebel zur Verbesserung der Überlebenschancen. PD Dr. Stephan Prückner zeigt auf, dass valide Daten bisher fehlen und dass Herzsicherheit erst durch vernetzte Register wirklich messbar wird. Roland Schäfer, Deutscher Städte- und Gemeindebund, macht deutlich: Kommunen sind zentrale Akteure – von Infrastruktur über AED-Standorte bis zur Prävention. Carolin Braun, Arbeitskreis Notfall- und Rettungsmedizin München, erläutert die Bedeutung smartphonebasierter Ersthelfer-Systeme, die das therapiefreie Intervall drastisch verkürzen können. Kristin Just, IHK Schwerin, zeigt die besondere Rolle der Unternehmen und die ökonomische Relevanz von Herzsicherheit auf. Prof. Dr. Jan Karpe, TH Köln, verdeutlicht: Herzsicherheit ist nicht nur eine medizinische, sondern eine volkswirtschaftlich hoch rentable Entscheidung.
Weitere Beiträge widmen sich u. a. Drohnenlösungen für Defibrillator-Transport, digitaler Infrastruktur, sozioökonomischen Faktoren und internationalen Standards.
Abschlusserklärung: Herzsicherheit wird messbar – und vergleichbar
Die in Wismar verabschiedete Erklärung definiert den Anspruch klar: Herzsicherheit soll transparent, nachvollziehbar und überprüfbar werden. Das Herzforum verpflichtet sich, bis April 2026 einen detaillierten Kriterienkatalog zu entwickeln. Diese Standards sollen nicht nur Kommunen, sondern auch Unternehmen, Einrichtungen und Arealen Orientierung geben.
Ein wesentliches Ziel: Lebensrettung darf kein Zufall sein.
Das von Definetz e.V. organisierte Wismar Herzforum ist der Auftakt einer dreiteiligen wissenschaftlichen Konferenzreihe, deren Ergebnisse in ein bundesweit anwendbares Zertifizierungssystem münden sollen. Die nächste Konferenz findet im März 2026 statt.



























